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Europawoche 2018

Im Rahmen der Europawoche 2018 kommt mit Eric Vuillard der                   Prix Goncourt-Preisträger 2017 nach Augsburg.                                          Den renommiertesten Literaturpreis Frankreichs erhielt er für seinen neuen Roman “L'ordre du jour – Tagesordnung”. Beispielhaft erzählt er von einem Treffen Hitlers im Februar 1933 mit der deutschen Industrie-Elite und den daraus resultierenden Folgen.




Mittwoch, 2. Mai 2018  um 19.30 Uhr

Eric Vuillard „ L'ordre du jour/ Tagesordnung“

Lesung und Gespräch

Neue Stadtbücherei Augsburg
Ernst-Reuter-Platz 1
86150 Augsburg



20. Februar 1933: 
Auf Einladung des Reichstagspräsidenten Hermann Göring finden sich 24 hochrangige Vertreter der Industrie zu einem Treffen mit Adolf Hitler ein, um über mögliche Unterstützungen für die nationalsozialistische Politik zu beraten: Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz – kaum ein Name von Rang und Würden fehlt an den glamourösen runden Tischen der Vermählung von Geld und Politik. So beginnt der Lauf einer Geschichte, die Vuillard fünf Jahre später in die Annexion Österreichs münden lässt. Bild- und wortgewaltig führt er den Leser in die Hinterzimmern der Macht, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird. Dabei erzählt er eine andere Geschichte als die uns bekannte, er zeigt den Panzerstau an der deutschen Grenze zu Österreich, er entlarvt Schuschniggs kleinliches Festhalten an der Macht, Hitlers abgründige Unberechenbarkeit  und Chamberlains gleichgültige Schwäche. Mit der ihm eigenen virtuosen Eindringlichkeit und satirischem Biss seziert Vuillard die Mechanismen des Aufstiegs der Nationalsozialisten und macht deutlich: Die Deals, die an den runden Tischen der Welt geschlossen werden, sind faul, unser Verständnis von Geschichte beruht auf Propagandabildern.                                In »Die Tagesordnung« zerlegt Éric Vuillard diese Bilder und fügt sie virtuos neu zusammen: 

Ein notwendiges Buch, das eine überfällige Geschichte erzählt und damit den wichtigsten französischen Literaturpreis erhielt.

Éric Vuillard, 1968 in Lyon geboren, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründet, wurde er u. a. mit dem Prix de l’Inaperçu und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2017 bekam er für Die Tagesordnung den renommierten Prix Goncourt. Bei Matthes & Seitz Berlin erschienen bisher Ballade vom Abendland (2014), Kongo (2015) und Traurigkeit der Erde (2017) in der Übersetzung von Nicola Denis.



Die Veranstaltung findet zweisprachig statt.



Karten: 8 Euro/erm. 4 Euro unter 0821/518093 oder taschenbuch-krueger@t-online.de



Taschenbuchladen Krüger                                                                            in Kooperation mit der Association des familles francophones

und dem Institut Francais










































 









 


                                                                                                                                                                                                                     

Eric Vuillard

Foto: Melania Avanzato